Trotti-Tour | Bezahlbarer Wohnraum für alle?

Heute Vormittag habe ich mit meinem Sohn eine kurze Trotti-Tour im Kreis 9 durch das Freilager und das Gemeinschaftszentrum Bachwiesen gemacht. Auslöser war, dass ich mit ein paar Bildern eine befreundete Familie von der genialen Lebensqualität in der Stadt Zürich überzeugen wollte. Zugegeben, die Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist bzgl. Freilager mässig. Aber das ganze drum herum, einfach nur genial! – Doch für wie viele Familien sind solche Wohnlagen in der Stadt Zürich überhaupt bezahlbar und damit realistisch?

Aktuell ist im Freilager eine 4.5-Zimmer-Wohnung für CHF 2’120.- zu haben. Das ist aber wohl eher die Ausnahme als die Regel. Die beiden anderen verfügbaren 4.5-Zimmer-Wohnungen sind für monatlich CHF 3’500.- oder CHF 4’250.- zu haben. Eine 5.5-Zimmer-Wohnung gibt es ab monatlich CHF 4’430.-. Mehr dazu hier.

Die Budgetberatung Schweiz empfiehlt, dass die Wohnkosten höchstens 1/4 der Einnahmen ausmachen sollten. Für die oben genannte 4.5-Zimmer-Wohnung im Freilager wäre also ein Haushaltseinkommen von monatlich CHF 8’480.- nötig. Eine Familie mit zwei Kindern erreicht dass, wenn beide Elternteile zu 100% mit einem Mindestlohn von CHF 4’000.- arbeiten können und dazu noch zwei Kinderzulagen erhalten. Dass die Familie dann vor neuen Herausforderungen steht, was die Kinderbetreuung angeht, soll hier nicht unerwähnt bleiben.

Ist unsere Stadt tatsächlich noch eine Stadt für alle? Kaum, wenn bedacht wird, dass die oben genannte 4.5-Zimmer-Wohnung im Freilager anscheinend unterdurchschnittlich günstig ist. Die SP Stadt Zürich setzt sich deshalb für mehr bezahlbaren Wohnraum ein. Ziel sind 10’000 zusätzliche Wohnungen in den nächsten vier Jahren. Das funktioniert, wenn die Stadt Zürich Grundstücke und Liegenschaften kauft und diese so der Spekulation entzieht. So wird sichergestellt, dass in Zukunft der Wohnraum für alle Menschen da ist, die in unserer Stadt wohnen und leben.

Zürich. Eine Stadt für alle.

Strassenwahlkampf

Es gilt ernst. Die heisse Phase des Wahlkampfs hat begonnen. Das war heute bei der Standaktion vor dem Coop in Albisrieden nicht zu übersehen. Neben uns von der SP waren auch die Grünen, die GLP und die FDP vor Ort. Oder wie ein älterer Herr mir gegenüber meinte:

Jaja. Es sind wieder Wahle. Denn chömmeds us de Löcher zum Volk, wo sie süst nie interessiert.

Inwiefern die anderen Parteien am Volk auch dann interessiert sind, wenn keine Wahlen anstehen, dass sei hier mal dahingestellt. Auf jeden Fall waren wir zusammen mit den Grünen diejenigen, welche nicht nur den Wahlkampf und unsere Köpfe ins Zentrum stellten, sondern auch die Sachpolitik: Die Grünen sammelten für eine offene Letzibadi auch im Winter und für Plastik-Recycling in der ganzen Stadt Zürich. Wir setzen uns ein gegen die No-Billag-Initiative. Denn das ist klar: Eine flächendeckende und vielfältige Medienlandschaft in der ganzen Schweiz, das ist im Interesse der Bevölkerung. Nur so wird sichergestellt, dass eben nicht einfach Parteien und deren Geldgeber entscheiden, was das Volk zu interessieren hat. Ausgewogene Information in allen vier Landessprachen ist eine wichtige Grundlage, dass sich jede*r eine Meinung bilden kann. Tagtäglich. Nicht nur an den Samstagen vor den Wahlen, wenn sie alle Spalier stehen – die Parteien – und mit Köpfen und Parolen um Stimmen werben. Deshalb gilt am 4. März 2018 auch: Nein zur No-Billag-Initiative!

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Mein Vorsatz: Mitgestalten!

Die Weihnachtstage sind vorbei. Die letzten Tage des Jahres 2017 geniessen wir als Familie. Erholung ist angesagt, nachdem im vergangenen Jahr einige berufliche und private Projekte viel Zeit und hohes Engagement gefordert haben. Trotzdem geht aber der Blick schon nach vorne. Es gilt neue Ziele zu setzen und neue Herausforderungen anzugehen. Deshalb mein Neujahrsvorsatz: „Mitgestalten!“

Seit fast zehn Jahren engagiere ich mich beruflich für die Integration von Menschen aus den verschiedensten Zielgruppen und mit den unterschiedlichsten Herausforderungen in unsere Gesellschaft. Dabei wurde mir immer klarer, dass es neben dem Engagement an der Basis auch das Engagement auf der politischen Ebene braucht. Denn hier werden die Rahmenbedingungen gestaltet und gesetzt, welche Menschen brauchen, um im Leben (neu) Fuss zu fassen.

Es freut mich deshalb sehr, in Zukunkt gemeinsam mit der SP noch stärker die Politik in unserer Stadt zu gestalten. Auf dass die Stadt Zürich eine Stadt für alle bleibt! Der Wahlkampf ist lanciert und begleitet mich sicher die ersten beiden Monate des neuen Jahres sehr intensiv. Schon jetzt freue ich mich auf viel Unterstützung für die SP und mich bei den Gemeinderatswahlen am 4. März 2018.

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Prix Balance

Heute durfte ich als Geschäftsleiter der Streetchurch der Reformierten Kirche Zürich den „Prix Balance“ entgegennehmen. Damit zeichnet der Kanton Zürich zum dritten Mal die Arbeitgebenden mit den besten Bedingungen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben aus.

Prix Balance

Nomination

Die Mitglieder der SP Zürich 9 haben mich an der Mitgliederversammlung vom 16. Juni 2017 als Kandidat für die Gemeinderatswahlen 2018 nominiert. Es freut mich sehr, dass ich mich damit im Wahlkampf und darüber hinaus für eine Stadt Zürich für alle einsetzen kann. Gemeinsam mit allen anderen Kandidierenden planen wir ab sofort den Wahlkampf. Für eine sozialdemokratische Politik in der Stadt Zürich treten mit mir im Kreis 9 an:

Davy Graf (bisher), Christine Seidler (bisher), Alan Sangines (bisher), Liv Mahrer, Pascal Lamprecht (bisher), Mathias Manz (bisher), Anna Graff, Oliver Heimgartner, Tina Wunderlin, Hannes Gassert, Islam Alijaj, Bernhard Buss, Anna-Lea Graber, Kadire Idrizi, Angelika Blum

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